Irland 2005...........

Tag 1

Mit dem Eirann Bus sind wir von Dublin nach Enniskillen gefahren. Tina hat uns angeboten, uns vom dortigen Busbahnhof abzuholen, da Sie einen Mietwagen zur Verfügung hat. Dieses Angebot haben wir natürlich gerne angenommen. Als wir mit dem Bus dort ankommen wartet Sie schon auf uns. Bevor wir zur Marina fahren, gehen wir noch ins Shopping Center, ein wenig einkaufen. Leider haben wir unsere Vorabbestellung, die wir an ABC gefaxt haben, nicht dabei und wir wissen aus dem Kopf nicht mehr alles, was wir bestellt haben, daher haben wir jetzt Äpfel (sind gesund !) für 14 Tage an Bord.

In der Marina werden wir durch Liz, Mike und „always hungry Lucy“ sehr herzlich Empfangen und sofort zum Boot geführt. Als wir die „Inver Prince II“ sehen, fallen wir fast vom Hocker. Im Vergleich zu unserer letzjährigen „Town Star“ von ESL einfach riesig gross von innen und Stauraum ohne Ende. Nachdem wir unser Gepäck verstaut haben bekommen wir eine kurze Einweisung und los geht´s!

Mike bittet uns noch wegen des starken Windes nicht in Richtung Belleek zu fahren also machen wir ab in Richtung Enniskillen. Tina und Willy sind ca. eine Stunde vor uns raus, wir also hinterher. Am Anfang haben wir noch leichte Orientierungsprobleme, da wegen der hohen Gischt die Beschriftung der Marker erst sehr spät zu erkennen ist, aber dann kommen wir mit Augen, Fernglas und Karte schon klar. Wir tasten uns von Insel zu Insel, aber Wind und Wellen erwischen uns dann trotzdem richtig kräftig. Unsere Bilanz am ersten Abend, am Liegeplatz beim Einkaufszentrum in Enniskillen :

Ein zerbrochenes Trinkglas !

Tag 2

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Da es immer noch heftig weht, fahren wir weiter nach Süden. Eine ehemalige Brücke streckt ihre Fundamente in den Himmel und lädt dazu ein, zu Photographieren, ansonsten, Natur pur!

Wir laufen Knockninny an, wollen hier eigentlich übernachten, doch einige Iren haben sich hier zum Wassersport verabredet, es macht zwar Spass, Ihnen zuzuschauen wie sie auf dem Reifen durchs Wasser pflügen aber die Ruhe die wir suchen ist das nicht. Also weiter, Stevie schreibt in seinem Routenvorschlag etwas von Naan Island, das hier ein Waldspaziergang möglich ist und Peters CD verkündet etwas von Dornröschenhäusern, zusammengelegt der richtige Ort für uns.

Den Weg durch den Wald müssen wir uns dann „freikämpfen, um zu den Häusern zu gelangen aber wir haben es gemacht und waren begeistert.

Abends gab es dann noch einen wunderschönen „Mondaufgang“, es hat alles gepasst, so stellen wir uns unseren Bootsurlaub vor!!  Wirklich ein wunderschöner einsamer Liegeplatz, sehr zu empfehlen, wenn es mit dem Wind passt.

Tag 3

Morgens ein wunderschöner Sonnenaufgang, der einem den Tag so richtig schmackhaft macht, und dann dieses : Regen, Regen, Regen! Feinster irischer Schnürlregen von morgens bis abends! Wir fahren weiter, die Sicht ist nicht so gut, die Scheibenwischer nerven, aber K.-H. macht es anscheinend Spass, die 3er-Reihe abwechselnd ein- und auszuschalten. Immer, wenn wir an etwas schönem vorbeigleiten sagen wir uns „auf dem Rückweg, wenn`s trocken ist“.

Vorbei an Crom Castle (Besichtigung wegen Regen verschoben) gleiten wir über den Woodfort River in den SEW. Jetzt kommen die Erinnerungen vom letzten Jahr hoch, Kanalfahrt wie auf dem Shannon, Schleusen und Regen. Dieses Jahr hat Ina aber vorgebaut, wir haben einen Schirm mitgenommen, sie schleust uns „trocken“ durch.

Kurz hinter Ballyconell kommt uns eine Caprice entgegen, es scheint gerade Fahrstunde für die jüngsten anzuliegen, jedenfalls wird die gesamte Fahrwasserbreite benötigt, die Kühe gehen auch auf Abstand. Wir gehen langsam so weit wie möglich rechts herüber, damit der Platz auch bestimmt reicht und schauen interessiert hinüber. Als sie schlingernd an uns vorbeizieht knirscht es, wir sind auf Kies aufgelaufen, so ein Schei.... . Vorsichtig befreien wir uns, Schraube und Ruder laufen normal, aber wir werden es in der Marina trotzdem bekannt geben.

Der SEW wird jetzt zu einem wunderschönen Kanal, der Regen lässt nach, kurz gesagt es wird traumhaft !! Wir sind in Versuchung, bei Skeelan Lock zu übernachten, der Platz erscheint wirklich schön und einsam, doch es ist noch relativ früh und wir wollen hier nicht „im Wege“ rumliegen so das wir noch bis Haughtons Shore Mooring fahren und dort den Tag ausklingen lassen.

Wir sind bei Photo 185, Gott segne die 1GB Speicherkarte !

Tag 4

Morgens eine Banane, einen Kaffee und `ne Zigarette, dann geht`s weiter. Als erstes schauen wir uns Cherry Island aus der Ferne an, um die auf der Karte eingezeichnete Ruine zumindest aus der Ferne zu sehen, aber ausser grünem Wald ist nichts zu erkennen. Dann weiter nach Church Island um hier evtl. fündig zu werden, da soll es ja auch eine Ruine geben. Wir sehen auf der Ostseite einen kleinen Anleger und tasten uns vorsichtig heran. Der Anleger macht eher den Eindruck, als ob er nur für das Reklameschild aufgeschüttet wurde, das auf ihm steht, aber für unsere Prince reicht es. An Land dann die Ernüchterung : Überhaupt kein durchkommen ! Die Natur holt sich alles zurück, dichtgewachsene Büsche versperren uns den Weg und nur mit dem Taschenmesser ist da nichts zu machen. Wir umrunden die Insel dann auf dem Wasser, aber auch von hier ist nichts zu sehen ausser grün, grün und nochmal grün......

Also weiter, den Garadice Lough überquert und den SEW entlang. Er ist bis Ballynamore ziemlich abwechslungsreich, es ist sehr angenehm auf im entlangzuschippern. Vor Aghoo Lock sind wir etwas verwirrt, da wir vorher die Schilder an den anderen Schleusen übersehen haben, das der Anleger 100 m vorher keine Landverbindung hat, aber die Schilder auf dem Anleger klären uns dann darüber auf, das wegen der Bauarbeiten am alten Anleger durch SEW-Personal geschleust wird.

Es sind auch zwei Leute da, einer der schleust und einer, der diesen anscheinend zu unterhalten hat da ihm die Hände in den Taschen festgewachsen zu seien scheinen.

Wir werden sehr flott durchgeschleust ohne das sie ihr anscheinend sehr amüsantes Gespräch unterbrechen. Allem anschein nach sind wir gar nicht da. Es scheinen zwei zu sein, die sich sehr viel zu erzählen haben, was sollen sie auch sonst den ganzen Tag machen........

Nach der Schleuse gibt es dann erstmal das zweite Frühstück, Eier, Speck, O-Saft und Toast, der Magen hat sich diese Pause erzwungen. Unser Kaffee-Angebot lehnen die zwei „Schleuser“ dankend ab, wahrscheinlich hätte es das Gespräch zu lange unterbrochen. Nach einer gemütlichen Zigarette geht es dann also weiter, und bei Audrum Lock haut meine persönliche Schleusenwärterin wieder selber in die Tasten.

In Ballinamore machen wir dann in dem kleinen Hafen fest und gehen erstmal die Hauptstrasse entlang. In einem kleinen Imbiss entdecken wir dann „Garlic Cheese Chips“ und schlagen sofort zu. Wir haben da richtig nach gesucht, und freuen uns total drauf, aber mit denen in Carrick on Shannon kommen diese nicht mit. Die Knoblauchsosse hier ist ziemlich stark verdünnt, schade. Dann noch ein paar Einkäufe erledigt (der Super Value hat Deutsche Zeitungen) und wir machen weiter nach Keshcarrigan. Hinter dem Lock 7 wird es teilweise Atemberauben schön. Wir lassen uns streckenweise mit ausgeschalteter Maschine einfach treiben, hören der Natur zu, einfach nur Klasse. Gegen 18.00 Uhr machen wir dann fest und essen noch eine Kleinigkeit zu Abend. Dann machen wir noch einen kleinen Gang ins Dorf und danach wird Bettfein gemacht. Die beste Schleusenwärterin aller Zeiten schaut noch ein wenig die Photos durch.

 

Stand heute Abend : 285 Bilder, die Kamera sagt: 174 gehen noch !

Ina`s Gesichtsausdruck sagt : Das reicht nicht !!

Wir müssen morgen unbedingt schauen, ob wir hier brennen können !

 

Gibt es eigentlich 5GB-Karten ????

Tag 5

Morgens zum Frühstück haben wir einmal Porridge probiert, aber weder uns noch den Schwänen hat es geschmeckt, also gabs für uns noch ein Marmeladenbrot. Dann haben wir uns auf den Weg gemacht, den Dolmen und die Standing Stones anzuschauen. Der an der Tafel im Hafen angeschlagene Rundweg endet als erstes im Hof einer netten älteren Dame, die uns darüber aufklärt, das es hier nicht weitergeht uns aber den Weg zu dem Dolmen beschreibt. Nach ca. 2 Km haben wir ihn dann gefunden. Ina photografiert ihn ausgiebieg, ich muss allerdings zugeben, ich hätte ihn mir schon etwas grösser vorgestellt....

Wir gehen dann weiter, schliesslich wollen wir ja auch noch die Standing Stones sehen, vielleicht entsprechen die ja unseren Vorstellungen. Nach weiteren ca 3 Km geben wir dann aber auf, nichts zu sehen von stehenden Steinen, und drehen um. Es waren einfach keine Steine zu finden, die unseren Vorstellungen entsprachen. Als wir wieder am Dolmen vorbeikommen, fallen uns dort etwas abseits zwei „stehende Steine“ auf, wir nehmen einmal an, das sie es sind die wir suchen, allerdings auch wesentlich kleiner als in meiner Vorstellung. Auch diese werden noch photografiert und dann geht es auf ein zweites Frühstück ins "Keshcarrigan Dock“. Danach versuchen wir eine Lock-Card zu bekommen, aber leider sind die ausverkauft und so wird es nichts mit der Wäsche.

Zurück am Hafen beschliessen wir, uns dann wieder auf den Weg zurück zu machen. Nach dem Lock 8 treffen wir auf Tina und Willy die uns entgegenkommen und nach Keshcarrigan wollen. Schade, wir wollten fürs abholen noch einen ausgeben, jetzt werden wir uns was anderes einfallen lassen.

In Ballinamore machen wir eine kurze Pause um einzukaufen und dann gleich weiter, unterwegs fällt es uns wieder ein, wir wollten waschen, an eine Lock-Card haben wir wieder nicht gedacht............

Der „Schleuser“ an Aghoo Lock rät uns doch mal in Swan Island nachzufragen, aber da bekommen wir auch keine Karte und es bläst hier ziemlich rein, also laufen wir wieder Haughton`s Shore  zum Übernachten an.

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